Die Entfachung eines Mahnfeuers hat eine lange Tradition. Während früher damit auf eine drohende Naturgefahr hingewiesen wurde, soll es heute auf die drohende Zerstörung des Alpenraums aufmerksam machen. Am Mahnfeuer in Brunnen, vom Komitee Axen vors Volk, wies SP-Nationalrat Andy Tschümperlin in seinem Votum darauf hin, dass der Bau einer zweiten Röhre am Gotthard den Volksentscheid zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs durchlöchern würde.

Gleich neben der A4 Nationalstrasse in Brunnen, Auf dem Parkplatz des Restaurants Wendelstubli, ist am Samstag vom Komitee Axen vors Volk mit einem Mahnfeuer auf die drohende Gefahr des Alpentransit und insbesondere des Projektes A4 Neue Axenstrasse hingewiesen worden. Die Liegenschaft liegt auf dem Trasse der geplanten neuen Axenstrasse und müsste bei einer Realisierung des Neubauprojektes abgebrochen werden.

Ständige Zunahme des Verkehrs

SP-Nationalrat Andy Tschümperlin erinnerte die Besucherinnen und Besucher daran, dass die Alpen-Initiative im Jahr 1994 von Volk und Ständen angenommen wurde. Mit dieser Initiative wurde verlangt, dass der alpenquerende Güterverkehr auf die Schiene verlagert wird. „Anstatt diesen Volksentscheid umzusetzen, sind wir nun im nächsten Jahr bereits zum zweiten Mal aufgefordert an der Urne über den Bau einer zweiten Gotthardröhre zu befinden. Es ist absolut illusorisch zu meinen, dass diese zweite Röhre dann nicht auch doppelspurig betrieben wird“, führte Tschümperlin aus. „Der Strassen-Transitverkehr am Gotthard wird in der Folge erst recht immer mehr zunehmen, obwohl wir ab nächstem Jahr mit der Eröffnung des Neat Basistunnels eine leistungsfähige Alternative hätten“. Eine 2. Röhre am Gotthard würde nur neue Probleme schaffen. Dieser zusätzliche Transitverkehr werde auch im Kanton Schwyz zu spüren sein. Tschümperlin appellierte darum, im nächsten Jahr Nein zu einer 2. Röhre am Gotthard zu sagen.

Widersprüchliches Milliardenprojekt neue Axenstrasse

Wie widersinnig die aktuelle Verkehrspolitik ist, zeigt sich auch am Beispiel Axen. Anstatt die Bemühungen um die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu verstärken, soll mit dem Bau eines neuen Tunnels für 980 Millionen Franken die Axenstrasse zwischen Brunnen und Sisikon zu einer Autobahn in den Süden ausgebaut werden. Dadurch erhöht sich die Kapazität der Axenstrasse massiv und sie wird auch für Transitlastwagen attraktiv. Als Folge davon werden noch mehr internationale 40-Tönner über Sattel, Rothenthurm unseren Kanton durchqueren. Widersprüchlich ist das Projekt auch, weil am Axen ein 7.3 Kilometer langer Tunnel mit Gegenverkehr gebaut werden soll, während gleichzeitig am Gotthard argumentiert wird, ein Gegenverkehrstunnel sei zu gefährlich. Zudem sind für dieses Luxusprojekt mehrere gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten worden. Eine Sanierung der Axenstrasse und eine Kurzumfahrung von Sisikon kann für weniger als die Hälfte der heute geplanten 1.3 Milliarden Franken realisiert werden. In den Agglomerationen gibt es viel dringlichere Strassenbauprojekte, die wegen Finanzierungsschwierigkeiten nicht realisiert werden können. Das Komitee Axen vors Volk wird sich weiterhin gegen das überrissene Luxusprojekt zu Wehr setzen. Es hat dazu im April die Kantonale Volksinitiative „Axen vors Volk – Für Sicherheit ohne Luxustunnel“ eingereicht.

Schwyzer SP-Vertretung im Nationalrat

Umwelt und Verkehr sind Themen, die uns alle ganz direkt und unmittelbar betreffen, auch und gerade im Kanton Schwyz. Die SP und Grüne setzen sich konsequent für Umweltanliegen und für die Umsetzung der Alpeninitiative ein. Umso wichtiger ist es, dass diese Partei für den Kanton Schwyz auch weiterhin im Nationalrat vertreten ist. Bei den Neuwahlen des Nationalrats im Oktober zählt jede Stimme.

Artikel Bote vom 11. August 15 (PDF)

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